Mohrüben HarlekinMöhren küchenfertig

Möhrenmischung Harlekin


Ein Projekt zum Thema "Lass die Teller bunter werden!". Es ist modern, seltene oder alte Sorten anzubauen, manchmal führt das so weit, dass aktuelle Neuzüchtungen und Neueinführungen als "aus Omas Zeiten" bezeichnet werden, weil man Angst hat, die Leute würden neue Züchtungen nicht kaufen. Hier liegt ein ähnlicher Fall vor: Während die meisten von uns nur die orangefarbenen Möhren kennen, ist die heimische Wildmöhre ähnlich farblos wie andere Wurzeln auch. Im Laufe der Jahrhunderte wurde ihr ein immer höherer Karotingehalt und damit eine immer kräftigere Farbe angezüchtet. Und zweifellos ist die auch attraktiv.

Jetzt wird es wieder für interessant gehalten, auch die anderen Farben anzubauen. Mir geht das auch so, aber ich hätte keine Lust, deshalb Wildmöhren zu futtern. Da die Sorten in dieser bunten Mischung namens 'Harlekin' nicht genannt werden, kann man nicht sicher sagen, wie alt die ca. 4 oder mehr enthaltenen Sorten sind. Mir scheinen sie aber alle modern. Vielleicht handelt es sich um in den Zuchtbetrieben zwecks Erhalt bestimmter Eigenschaften mitgeführte Stämme, die über Jahrzehnte nicht vermarktbar waren und nur zu Kreuzungen verwendet wurden.

Abgesehen von der Farbe habe ich keine deutlichen Unterschiede zwischen den Sorten feststellen können. Sie wachsen alle etwa gleich schnell und gleich groß und wie bei Möhren üblich, schmecken sie individuell alle etwas anders. Im kommenden werden sie zu noch größerer optischer Form auflaufen, denn in der Zwischenzeit habe ich einen Spiralschneider angeschafft, mit dessen Hilfe sich sehr schöne Dekospiralen daraus schneiden lassen. Wenn die dann auch noch bunt sind - der reinste Kindergeburtstag auf'm Teller :)

 


Rezept

Mörenrezepte gibt es wie Sand am Meer. Im Grunde braucht man gar keins, man kann sie ja einfach waschen, vielleicht bürsten und dann reinbeißen. Ich erspar mir deshalb das Aufführen bekannter Varianten. Aber was mir unterkommt und ich wirklich originell finde, das sammle ich im Laufe der Zeit hier an.

Italienisches Karottengericht mit weißen Bohnen

Für 4 Personen:

Tomatensauce:

Die weißen Bohnen über Nacht in kaltem Wasser einlegen, das Wasse abgießen. Die Bohnen mit viel frischem Wasser und dem Lorbeerblatt aufkochen, 50-60 min kochen, bis die Bohnen weich sind, das Lorbeerblatt entfernen.

Die Möhren falls nötig schälen, in Würfel schneiden, im Dampf weich kochen, beiseite stellen.

Für die Sauce die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein hacken, in Olivenöl andünsten, zerkleinerte Tomaten mit Saft, Zucker und Chili zufügen, bei schwacher Hitze 20 min köcheln lassen, mit Salz abschmecken.

Weiße Bohnen mit den Möhren zur Tomatensauce geben, aufkochen, ggf. nachwürzen.

Passt gut zu Polenta oder Knoblauchbrot.