In der Tat: Botanisch ist Römersalat nichts besonderes. Er ist ein kleiner Kopfsalat (Lactuca sativa), der trotz der gelegentlich verwendeten Bezeichnung Sommerendivie mit Winterendivien (Cichorium endivia) rein gar nichts zu tun hat. Und witzigerweise haben ihn wahrscheinlich schon weit mehr Leute gegessen als jemals seinen Namen gehört haben. Denn in den Supermärkten findet man Römersalat fast das ganze Jahr hindurch, allerdings unter phantasievollem Namen: Salatherzen. Denn es sind keinesfalls die inneren Teile normalgroßer Salatköpfe, die da verkauft werden, es sind komplette Köpfe von Römersalat.
Für den Bedarf von 2 Leuten sind diese kleinen Salate einfach viel passender als die "großkopferten" Sorten. Außerdem wachsen sie schnell, passen immer irgendwo dazwischen, sind einfach zu kultivieren und schmecken einfach viel besser als Pflücksalat gleicher Größe. Die haben sich seit dem ersten Anbau bei mir eingebürgert.
Beim Anbau ist wie bei allen Kopfsalaten nur zu beachten, dass das Saatgut bei hohen Temperaturen schlecht keimt. Der Boden sollte unter 15°C aufweisen. Aber auch Hochsommersaaten können klappen, wenn man in Gefäße aussät und diese ein paar Tage in den Kühlschrank stellt - so wurde mir jedenfalls berichtet.