Was man so als Lauch- oder Frühlingszwiebel zu kaufen bekommt, ist sicherlich die Pflanze, die die Vorstellung prägt: zart, mit einem kaum ausgeprägten Zwiebelchen unten dran. Das sind Sorten der normalen Speisezwiebel Allium cepa. Die kann man bestimmt auch im Garten anbauen, aber für mich wäre das unpraktisch, weil ich ja nur sporadisch einige wenige brauche und das kann ich nicht Wochen oder Monate vorher planen.
Deshalb habe ich sehr gern Allium fistulosum, die Winterzwiebel, die ausdauernd ist und bei Bedarf jederzeit geerntet werden kann. Sie ist wesentlich größer und fester als die zarten Schlotten aus dem Supermarkt. Vielleicht kann man sie durch starke Beerntung oder schlechte Pflege kleiner halten, daran probiere ich noch. Die meisten Rezepte, in denen Lauchzwiebeln vorkommen, sind asiatisch und ich wüßte oft gern, auf welche Zwiebelart sie sich ursprünglich beziehen. Trotzdem ist das egal, denn die wenigsten von uns lesen chinesische oder thailändische Rezepte im Original - wir lesen meist schon sprachlich und inhaltlich angepasste Versionen.