Schlangenbohnen frisch gepflanzt

Schlangenbohnen

Schlangenbohnen (Vigna unguiculata) erinnern im Habitus an Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris), unterscheiden sich aber in einigen Details. Mein Grund sie anzubauen ist vor allem die leichte Verarbeitung der Ernte: Schlangenbohnen können einfach in den Wok geworfen und einige Minuten gegart werden, sie müssen nicht lange gekocht werden, um die Giftstoffe abzubauen. Dafür nehme ich dann auch den einzigen deutlich negativen Aspekt hin: Schlangenbohnen sind ein tropisches Gemüse, sie würden in unserem Klima nicht (sicher) draußen keimen. Man muss sie also in Töpfen vorkultivieren und dann mit Keimblättern auspflanzen.

Das habe ich 2008 erstmalig gemacht - mit durchwachsenem Ergebnis. Die Pflanzen haben eine Weile gebraucht, bis sie anfingen wirklich zu wachsen und viel geworden ist das auch nicht. Verglichen mit den schwachen Pflanzen haben sie aber gut getragen. Ich denke, da lässt sich noch einiges verbessern. U.a. gehe ich davon aus, dass ich mal wieder mit den Hornspänen zu geizig war. Auch die hochwachsenden Bohnen, die ja schnell viel Masse entwickeln müssen, brauchen Stickstoff. Auf die Knöllchenbakterien kann man nicht groß zählen - wenn ich nach Kulturende die Wurzeln der Bohnen aus dem Boden ziehe, sieht man ihnen nichts an. Viel Wirkung kann da kaum rumkommen.

2009 habe ich dann also besser gedüngt, trotzdem wuchsen die Stangenbohnen schlecht. Ich vermute, allmählich muss ich doch einfach mal die Anbaufläche wechseln. Wie das mit den Schlangenbohnen geworden wäre, kann ich nicht sagen, denn kurz nach dem Auspflanzen wurden sie ALLE von Nacktschnecken ratzeputz vertilgt. Da jetzt auch mein Saatgutvorrat erschöpft ist, lege ich das Experiment vorerst zu den Akten. Vielleicht probiere ich es später noch einmal, aber im Moment scheint mir der Aufwand den Nutzen nicht wert.

Schlangenbohne Vigna unguiculata Schlangenbohnen