Der Gute Heinrich ist schon deshalb bemerkenswert, weil er eins der wenigen staudigen Gemüse ist. Nur die Blätter werden geerntet, die Pflanze lebt weiter. Und auch der Name ist keinesfalls ein Kuriosum der deutschen Sprache, man kennt ihn anderswo auch als Chenopodium bonus-henricus, Good King Henry, Chénopode Bon-Henri oder brave hendrik. Angeblich bezieht sich das auf Heinrich IV. von Frankreich, aber warum halb Europa nach dem ein Gemüse benannt haben soll, das bestimmt auch schon vorher gegessen wurde, wird leider nirgends erklärt.
Saatgut zu beschaffen ist nicht ganz einfach, mit gekauftem hatte ich leider kein Glück. Außerdem werden verschiedene Angaben gemacht zur notwendigen Kühlung des Saatguts, teilweise sehr interessante über die Induktion einer zweiten Keimruhe. Bei mir hat es aber ganz einfach geklappt mit frischem Saatgut und normaler Aussaat am Fensterbrett im Frühjahr. Hat man erstmal eigene Pflanzen, säen die sich problemlos selbst aus. Die Jungpflanzen aus Vorkultur am Fenster waren anfangs sehr lichtempfindlich und haben sich nach dem Auspflanzen Verbrennungen zugezogen, die aber verkraftet wurden.
Geerntet werden die Blätter der jungen Pflanze und die Blütenstiele. Im ersten Jahr der Kultur habe ich darauf noch verzichtet, weil mir die Pflanzen noch zu zart erschienen. Mit einem passenderen Standort und ohne die Verbrennungen wäre das aber vielleicht möglich gewesen. Im kommenden Jahr werde ich bestimmt ernten und dann hier berichten.
