![]() Iris pseudacorus, die einheimische Sumpfschwertlilie |
Die mit Abstand häufigste Iris im Wassergarten und sicher auch eine der schönsten. Sie ist einheimisch und wächst praktisch überall, auch im Schatten. Gern auf normal trockenem Beet oder in bis zu 40 cm tiefem Wasser. Die Blütenstiele sind verzweigt und tragen ca. 6 Blüten. Unter den wassertauglichen Iris ist sie die absolut einzige, die gelb blüht, Verwechselungen sind nicht möglich. Nur ihre Hybriden mit I. sibirica und I. ensata sind auch noch gelb oder gelblich, beide Gruppen sind aber nur bei Spezialisten zu finden und ziemlich selten. Man sollte wirklich aufpassen, dass sie sich nicht zu sehr versät, sonst hat man sie überall und keinen Platz mehr für die anderen Schönheiten des Gartenteiches... |
![]() Iris sibirica, die Wieseniris. Vielleicht handelt es sich um 'Caesar' |
Eine weitere sehr verbreitete Iris, die es eben NICHT in Sibirien gibt, sondern die ebenfalls einheimisch ist, wenn auch sehr selten. Diese alte Sorte ist sehr verbreitet, aber mit dem Namen bin ich nicht sicher. Jedenfalls sind die Blütenstiele nicht verzweigt und tragen 2-3 Blüten. Sie kann gern sehr feucht stehen, aber Wasser über den Rhizomen hat sie nicht so gern. Nicht so durchsetzungsstark wie die Sumpfschwertlilie, deshalb etwas von Gras und Unkraut freihalten. |
![]() Iris sanguinea 'Snow Queen' |
Iris sanguinea ist eine nahe Verwandte von Iris sibirica und kann ebenso behandelt werden: gern feuchter Boden, aber besser kein Wasser über den Rhizomen. Und nährstoffreicher Boden. Die Pflanze ist etwas zarter als manch andere Iris und wird ca. 50 cm hoch. |
![]() Iris laevigata, die Wasseriris |
Die Wasseriris ist eine ostasiatische Art, die auch eine weiße Form 'Snowdrift' hat. Sie mag etwas säuerliches Wasser, ist aber nicht darauf angewiesen. Die Blüten sind groß und sitzen zu zweit auf einem Stängel. Im Gegensatz zu der nahe verwandten Iris ensata steht sie gern dauerhaft im bis zu 20 cm tiefen Wasser und ist deshalb besser für den Gartenteich geeignet. Wie viele Iris ist sie ein 'Fresser' und beantwortet Nährstoffarmut mit Blütenarmut. |
Iris ensata 'Ruby King' ![]() Iris ensata, vielleicht 'Hoyden' |
Es ist bereits Ewigkeiten her, dass die Japanische Prachtiris umbenannt wurde von Iris
kaempferi zu Iris ensata. Vielfach wird sie aber noch
heute so genannt, trotzdem sich mittlerweile jeder dran gewöhnt haben
könnte. Iris ensata mögen keine dauerhafte Überflutung der Rhizome, man kann das aber kurzfristig tun, damit sich die wunderschönen großen, schwebenden Blüten vielleicht noch im Wasser spiegeln. Danach muss der Wasserspiegel aber gleich wieder gesenkt werden, damit die Pflanze keinen Schaden nimmt. Die Blütenstengel sind bei mir nicht verzweigt und tragen im Juni/Juli je 2 Blüten. Es gibt diverse Sorten in verschiedenen Farben, die in Deutschland aber nicht leicht mit Sortenbezeichnung zu erhalten sind. Iris ensata wollen leicht sauren Boden, einige sogar sehr sauren. |
![]() Iris virginica 'Gerald Darby' |
Diese Iris wird gelegentlich auch als Iris robusta
'Gerald Darby' bezeichnet. Sie ist auch keine "echte" virginica, diese braucht extrem sauren Boden, den man normalerweise nicht hat. Diese Blüte hier war die letzte von wie immer einem reichen Flor, der sich so ca. Ende Mai/Anfang Juni entfaltet. Die Blütenstiele sind gut verzweigt und tragen im Juni ca. 6-7 Blüten - nächstes Jahr zähle ich sie aber noch mal genau durch :) Im Frühjahr bei Austrieb fallen außerdem die stark violetten Austriebe der Iris auf. 'Gerald Darby' wächst bei mir problemlos in leicht saurem Boden bei einem Wasserstand bis ca. 20 cm. |