Spinat

Spinat


Ein verkanntes Vergnügen! Klar, mittlerweile weiß wahrscheinlich jeder, dass die Sache mit der Eisenbombe ein Rechenfehler war und Generationen von Babys im Recht waren, die Pampe auszuspucken, die sie gar nicht verdauen konnten. Popeye wird man auch nicht davon. Aber man hat im Herbst und Frühjahr eine schnelle Ernte auf nicht neu gedüngten Flächen. Und auch wenn es kaum einer glaubt: Spinat kann schmecken! Man muss ihn nur nach guten Rezepten zubereiten, nicht nach den altdeutschen. Man kann ihn sogar roh als Spinatsalat essen. Und: einen normalen Winter kann Spinat locker überstehen und liefert dann im Frühling frühe frische Vitamine.


Spinatrezepte

Zitronenspinat

für 2 Personen:

400 g Spinat
1 EL Butter
½ Zitrone, der Saft davon
  Weißer Pfeffer aus der Mühle
  Kräutersalz

Den Spinat waschen, putzen und abtropfen lassen.

Die Butter in einem Topf schmelzen, den Spinat und den Zitronensaft dazugeben. Den Topf für 2 Minuten zudecken, die Spinatgblätter fallen zusammen.

Den Spinat mit Pfeffer und Kräutersalz kräftig abschmecken.

Frittierte Fischnocken auf Spinatsalat

für 2-3 Personen:

Für die Fischnocken:

500 g Stockfisch (Bacalao)
  Salz
1 kleine Zwiebel
1 kleine Chilischote
100 g Mehl
½ Päckchen Backpulver
1 Ei
⅛ l Milch
3 EL zerlassene Butter

Für den Salat:

200 g frischer Spinat
2 Eiertomaten
1 rote Zwiebel
1 Orange
50 g saure Sahne
1 Msp. scharfer Senf
1 Prise Zucker
Salz, schwarzer Pfeffer
1 Msp. gemahlener Curry

Zum Frittieren:

250 g Kokosfett

Für die Fischnocken den Stockfisch für 1 Tag in kaltes Wasser legen, dabei mehrmals das Wasser wechseln. Dafür ein entsprechend großes Gefäß wählen, weil sich das Fischvolumen verdoppelt. Anschließend den Fisch in kochendes Salzwasser geben und etwa 20 Minuten offen kochen lassen.

Inzwischen die Zwiebeln schälen und fein hacken. Die Chilischote waschen und fein würfeln. Das Fischfleisch von Haut und Gräten befreien, dabei mit einer Gabel zerpflücken; es sollten etwa 300 g übrig bleiben. Mit einem elektrischen Handrührgerät Mehl und Backpulver mit dem Ei, der Milch sowie der Butter verquirlen. Fischfleisch, Zwiebel- und Chiliwürfel unterrühren. Bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Für den Salat den Spinat verlesen, gründlich waschen, abtropfen lassen und in Streifen schneiden. Die Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, häuten, Stielansätze und Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Die Orange schälen und dabei auch die weiße Haut entfernen. Aus der Hälfte des Fruchtfleischs Filets schneiden, den Rest zu Saft pressen.

Für das Dressing die Saure Sahne mit dem frisch gewonnenen Orangensaft und dem Senf verrühren. Kräftig mit Zucker, Salz, Pfeffer und Curry würzen. Alle Salatzutaten in einer Schüssel locker vermengen und auf zwei Teller verteilen.

Das Kokosfett in einer hohen Pfanne siedend erhitzen. Mit zwei befeuchteten Esslöffeln aus dem Fischteig Nocken abstechen und diese portionsweise im heißen Fett 3 bis 5 Minuten knusprig und goldbraun frittieren. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier entfetten. Die Fischnocken auf den Salat setzen.

Fischalternativen: Klippfisch oder 300 g abgetropfter Thunfisch aus der Dose
Gemüsealternativen: gekochte Kartoffeln, gedünstete Möhrenscheiben, rohe Möhrenstifte
Weinempfehlung: Eiskalter trockener Sherry

 

Italienische Spinatpfanne

für 2 Personen:

400 g Spinat
1 TL Oregano, gerebelt
250 g frische Champignons
½ Zwiebel
1 Knoblauchzehe
15 g Butter
15 g Pinienkerne
25 g frisch geriebener Parmesan,
125 g Bandnudeln
  Salz und Pfeffer

Spinat putzen, waschen, abtropfen lassen. Wenn dicke Stiele dabei sind, diese klein schneiden und beiseite legen.
Pilze waschen, putzen, in dünne Scheiben schneiden.
Die Zwiebel und Knoblauch schälen, klein schneiden.
Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch anbraten, Pilze und Spinatstiele dazugeben.
Ca. 10 Minuten anbraten, bis die Pilze keine Flüssigkeit mehr abgeben.
Etwa ab Halbzeit die Nudeln kochen.
Spinatblätter zu den Pilzen geben, nochmals ca. 8 Minuten unter Rühren braten, bis der Spinat zusammengefallen ist.
Mit Salz, Pfeffer, Oregano würzen, die Pinienkerne zugeben, mit Parmesan bestreuen und den Nudeln vermengen.

Malfatti

für 2 Personen:

50 g Spinatblätter
100 g Ricotta
75 g frisch geriebener Parmesan
1 Ei, 1 weiteres Eigelb,
ca. 75 g Mehl
Salz, weißer Pfeffer, geriebene Muskatnuss, 40 g Butter


Den Spinat verlesen, gründlich waschen und in kochendem Wasser 1 Minute zusammenfallen lassen.
Spinat kalt abschrecken, gut ausdrücken und sehr fein hacken.
Den Ricotta mit einer Gabel fein zerdrücken. Spinat, 40 g Parmesan, Ei und so viel Mehl unterarbeiten, dass der Teig zusammenhält. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
Mit zwei angefeuchteten Teelöffeln aus dem Teig walnussgrosse Gnocchi formen und auf ein bemehltes Brett legen. Dann die Gnocchi in leise kochendem Salzwasser etwa 5 min garen, bis sie an die Oberfläche kommen.
Inzwischen die Butter zerlassen.
Die Gnocchi aus dem Wasser heben, auf vorgewärmte Teller geben, mit der Butter begießen und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Sofort servieren.

Tagliatelle mit Spinat in Gorgonzolasauce

für 2 Personen:

Die Blätter vom Spinat putzen und waschen. Einen großen Topf nehmen und mit etwas Wasser füllen (Boden bedecken). Etwas Salz und Muskat hinzufügen und Wasser zum Kochen bringen. Die Blätter in den Topf geben und nur 3-5 Minuten darin lassen - der Spinat fällt dabei in sich zusammen. Anschließend mit kaltem Wasser abschrecken und beiseite Stellen.

Währenddessen oder danach das Wasser für die Tagliatelle aufsetzen und mit etwas Salz zum Kochen bringen. Wenn Wasser kocht, die Tagliatelle hinzugeben und nach Anweisung kochen.

Den Gorgonzola bei leichter Hitze im Topf schmelzen lassen. Crème fraiche hinzufügen und mit dem Käse verrühren. Nun den Spinat mit in den Topf geben und alles mit wenig Salz (der Gorgonzola ist bereits gesalzen), Pfeffer und Muskat evtl. abschmecken. Vorsichtig, denn der Malabarspinat hat einen angenehmen Eigengeschmack, den man nicht "töten" sollte.

Tagliatelle abgießen und mit kaltem Wasser ganz kurz abschrecken, auf einem Teller anrichten und die Spinat-Gorgonzola-Sauce darüber verteilen.

Spinaci alla piemontese

500 g Malabarspinat, verlesen, waschen und tropfnass in einen Topf geben. Die Blätter erhitzen bis sie zusammenfallen, dann kalt abschrecken.

1,5 EL Butter in einem Topf zerlassen. 1 gehackte Knoblauchzehe und 2 zerkleinerte Sardellenfilets hineingeben. Den Spinat untermischen und erwärmen, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und servieren.